Bericht aus Wengen

Seit Mai leben 22 Asylbewerber in der alten Schule in Wengen.
Das war für die Alltagshelferinnen des Unterstützerkreises ein gegebener Anlass ein Resümee über die ersten sechs Monate zu ziehen. Sie luden die Asylbewerber, die Helfergruppe Deutschlehrer und die Dolmetscherin Frau Nadja Rommel zu einem gemeinsamen Nachmittag am 21. November in das Vereinsheim zu Kaffee und Kuchen und allerlei sonstigen Leckereien ein. Zunächst gab einen Überblick über bewältigte Probleme und anstehende organisatorische Fragen, die gerade der beginnende Winter mit sich bringt. Frau Rommel übersetzte ins Arabische, was für einige der Asylbewerber aus Eritrea und Äthiopien weniger gut verstanden wurde als Deutsch. Danach wurde sich des Themas „Fahrräder“ angenommen. Ab sofort sind die Asylbewerber selbst für die Instandhaltung zuständig und erhielten entsprechendes Werkzeug. Im Anschluß berichtete Herr Clemens Krinn über die zukünftigen Deutschkurse für Asylbewerber. Im Gegensatz zur der bisherigen Regelung, Sprachkurse erst nach der Anerkennung des Asyls zu gewähren, ermöglicht die Agentur für Arbeit kurzfristig für einige Nationalitäten Sprachkurse bereits vor dieser Anerkennung. Für die Wengener Asylbewerber bedeutet dies ab 25.11. bis zum 31. März 2016 vier Unterrichtsstunden Deutsch an jedem Tag von Montag bis Freitag. Als Unterrichtsraum konnte dank hilfsbereiter Unterstützer das Vereinsheim gewonnen werden. Das Ende des offiziellen Teils bildete eine Bilderschau über Wengen in den vier Jahreszeiten und ungläubiges Staunen über die Schneelandschaften, das sich aber inzwischen gelegt haben dürfte....

B.S.