Interview mit Herrn Scholz und Sergeji

Die Firma Scholz Ladenbau hat in der Vergangenheit mehrfach Asylbewerbern die Möglichkeit eines Arbeitsversuches geboten. Für den Firmenchef Herrn Scholz ist die Aufnahme der Asylbewerber Teil seines humanitären Selbstverständnisses „warum denn nicht...“.

Derzeit arbeitet Sergeji aus der Ukraine im festen Arbeitsverhältnis in der Firma. Er ist von Beruf gelernter Schreiner mit einem ukrainischem Gesellenbrief. Den Kontakt zur Firma ermöglichte ein Ersthelfer aus dem Unterstützerkreis Weitnau - Seltmans.
Herr Scholz ist voll des Lobes und kann nur Positives über seinen Mitarbeiter berichten. Sergeji ist fachlich kompetent, engagiert und hat sich gut in das Team der Firma eingegliedert.
Obwohl seine fachliche Eignung unbestritten ist, muss Sergeji an seinen deutschen Sprachkenntnisse noch arbeiten. Dies tut er auch nach der Arbeit auf eigene Initiative. Sein Chef ist zuversichtlich, dass Sergeji das mit der Zeit auch schaffen wird und er dann auch in Kundenkontakt treten kann.
Die Aussichten auf einen positiven Ausgang seine Asylverfahrens sind unklar, da einerseits die Ukraine als sicheres Herkunftsland eingestuft wird und andererseits die politische Situation, die ihn und seine Familie zur Flucht veranlasste, eine gefahrlose Rückkehr unmöglich macht.

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